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Ein Olympia-Athlet als Trainer PDF Drucken
Geschrieben von: Holger Teusch   

Quelle: Artikel aus dem TV vom 13.03.2013: www.volksfreund.de/3465973

Beim PSV Wengerohr trainiert zurzeit der wohl erfolgreichste Sportler aus der Region die Leichtathleten. Dreispringer Randy Lewis aus Grenada leitet dreimal pro Woche die Übungsstunden.


Wittlich-Wengerohr. Randy Lewis ist kein Mann der lauten Töne. Der 1,88 Meter große, dunkelhäutige Athlet klatscht nur ein, zwei Mal in die Hände, sofort konzentrieren sich die zwölf Sportler auf die Anweisungen ihres Trainers. Ob Lauf-ABC oder Sprungübungen, als zweimaliger Olympiateilnehmer (2004 und 2008, 2012 war er verletzt) ist der 34-Jährige ein Vorbild.

Eher zufällig kam Lewis an seinen Trainerjob. "Ich habe nach einer Trainingsmöglichkeit gesucht", erzählt der Weltklassespringer (Weitsprung: 7,97 Meter, Dreisprung: 17,49 Meter), der sich zurzeit in Wittlich zum Physiotherapeuten ausbilden lässt. So kam er mit Michael Grüber ins Gespräch. Und der PSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter war im Herbst vergangenen Jahres auf der Suche nach einem Übungsleiter für die älteren Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren.

Seitdem leitet Lewis montags, mittwochs und freitags die zweistündigen Übungseinheiten und trainiert auch für sich. Nach der Knieverletzung, die ihm die Olympiateilnahme in London kostete, wolle er aber erst einmal schmerzfrei bleiben. Konkrete Ziele habe er für 2013 nicht.

Training verändert sich

"Als ich gehört habe, dass Randy das Training macht, habe ich mich total gefreut", sagt Anna Rodenkirch. Mehr noch als die Läufer profitiert natürlich Weitspringerin Helen Hayer von Lewis Erfahrung. "Das Training ist leistungsorientierter geworden - im positiven Sinne. Ich habe viel beim Weitsprung gelernt", sagt die knapp 15-Jährige. Mit Nico Kappes, der im vergangenen Jahr beim Supersprinterfinale im Berliner Olympiastadion dabei war, hat Lewis die Einstellung des Startblocks optimiert. Schon bevor der Sportler aus der Karibik nach Studium in den USA mit Freundin Tina Marxen erst nach Manderscheid und dann nach Pantenburg kam, leitete Lewis verschiedene Trainingsgruppen bei Bayer Leverkusen, wo er unter Trainerlegende Gerd Osenberg trainierte. Beim PSV wird er vor neue Herausforderungen gestellt. Die Gruppe ist sehr inhomogen, vom Zwölfjährigen bis zum Seniorensportler. Im Zweifel gehe der Nachwuchs vor, betont Grüber. "Wenn es uns zu viel wird, haben wir ja immer noch den Seniorenbonus", sagt die 51 Jahre alte W50-DM-Dritte im Hochsprung Birgit Marmann lachend. Geben sie dieses Stichwort, können die Altersklassensportler lockerer machen, während die Jugend schwitzt.

Trainingszeiten:

Offene Gruppe ab 14 Jahre: Montag, Mittwoch, Freitag 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr; Kinder 6-9 Jahre: Donnerstag 16.30 Uhr bis 18 Uhr (jeweils Halle oder Stadion Bereitschaftspolizei); Jugend ab 9 Jahre: Freitag 16 Uhr bis 17.30 Uhr (Liesertalschule oder Stadion Bereitschaftspolizei)

Extra Saisoneröffnung:

Nach einem Jahr Pause planen die Leichtathleten des PSV Wengerohr am 13. April im Wittlicher Sportzentrum wieder ein Saisoneröffnungssportfest. Auf dem Programm sollen Sprints und Weitsprung sowie für Kinder bis elf Jahre ein Dreikampf nach den neuen Vorgaben für die Kinderleichtathletik. Informationen:

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